Innovative Ideen bringen immer Gefahren mit sich. Denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Xifon hat gewagt und offenbar verloren. Infinity Ward scheint sämtliche Meldungen von Hackern momentan zu ignorieren. Fakt ist, dass das Experiment des Reporting Tools bitter gescheitert ist. Programmierer Xifon hat vor wenigen Stunden eine Ankündigung gepostet, in der er der Community mitteilt, dass er das Reporting Tool einstellt.
Das Reporting-Tool gab PC-Spielern die Möglichkeit mit Hilfe von Theater-Files hackende Gamer direkt an Infinity Ward zu melden. In den ersten Wochen nach Release hat dies auch gut funktioniert und BanCandy hat einige Cheater das Fürchten gelehrt. Seit sechzehn Tagen hat das Entwicklerstudio jedoch keinerlei Meldevorgang mehr angenommen, der letzte wurde am 26. April bearbeitet. Momentan befinden sich über 12.500 Meldungen in der Warteschlange auf dem Server von Xifon, die sich seit dem 26. April ansammeln.
Seitdem BanCandy einem anderen Team beigetreten ist, BanStache und BanWarden den IW-Enforcers zugeteilt wurden, scheint keinerlei Interesse mehr an dem Tool von Xifon seitens Infinity Ward zu existieren. Da Xifon nicht mehr länger garantieren kann, dass die Meldungen bearbeitet werden, hat er sich dazu entschieden, den Service einzustellen. So schade es auch ist, heißt dies, dass keinerlei Reports mehr gesendet werden können.
Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack bei den PC-Spielern, wie so oft. Hat Infinity Ward etwa ein solches Vorgehen geplant? Wollte man die PC-Spieler nur blenden und kurzzeitig beruhigen? Oder hat man wirklich versucht, die Situation zu verbessern? Diese Fragen kann uns wohl nur das Entwicklerstudio selbst beantworten, mit Sicherheit werden sie das jedoch nicht tun.